Freitag, 31. August 2012

Im Büdchen geht es trocken zu…

Mit meinen geliebten Dörrautomaten habt Ihr ja schon Bekanntschaft gemacht. Es gibt im Büdchen kaum etwas, das nicht bis zum letzten Krümel verarbeitet wird. Gemüse wird lediglich gewaschen wenn es gedörrt wird. Nach Möglichkeit vermeide ich das Schälen, allerdings funktioniert das auch nur mit tiptop astreinem Gemüse. Seit Jahren mache ich mir meine Gemüsebrühe selber, stelle Erdbeerzucker
für Pralinen selber her, oder trockne Apfelringe für den kleinen Snack.
Es gibt so Einiges was alles dem Dörrautomaten schon zum Opfer gefallen ist, aber ich muss auch zugeben, die Ideen was man alles mit getrocknetem Obst und Gemüse anstellen kann, sind schon etwas eingeschränkt und halten sich in Grenzen. Meistens reichen ja schon kleine Broschüren um die Phantasie anzuregen, doch selbst die sind kaum aufzutreiben.
Aber jetzt ist ins Büdchen ein Dörrbuch eingezogen.
Das Buch ist im Kosmos-Verlag in der 2. Auflage erschienen. Wer vom Dörren angetan ist und dieses Buch durchblättert, weiß warum die zweite Auflage in Angriff genommen wurde.
Sabine Hans, die Autorin, hat mit diesem Buch das ganze Repertoire des Dörrens abgehandelt.
Ein sehr schönes Buch das durch die wundervollen Bilder der Zutaten und Gerichte noch mehr an Begeisterung gewinnt. Tolle Ideen für Geschenke und Anregungen für den Genussalltag bleiben auch nicht auf der Strecke. Eine Speise mit Rote Bete
oder Erdbeerpuder
aufpeppen ist nun nicht wirklich alltäglich, aber hat man solche Zutaten erst einmal im Haus, möchte man bei dem nächsten Dessert oder Salat auf solche Toppings nicht mehr verzichten.
Ein Pesto aus getrockneten Zutaten kann man auch leicht im Winter herstellen, vorausgesetzt es liegt ein aktiver Sommer hinter einem und diverses Obst und Gemüse wurde getrocknet.
Ganz wichtig , eh ich es vergesse es zu erwähnen!!!
Das getrocknete Obst und Gemüse gut verpacken und bombensicher verstauen. Sollte in Deinem Haushalt auch ein Schleckermäulchen hausen, ist alles Getrocknete sonst bereits vor Verfalldatum verschwunden! Mit Sicherheit ist es nicht verdunstet!

Nun aber zurück zum Buch.
Die Hobbyköchin Sabine Hans weiß was das Kochherz anspricht. Ihr ging es scheinbar nicht einfach nur darum einen Ratgeber herauszugeben, sondern mit raffinierten Rezepten die Kreativität des Umsetzers anzuregen. Eine fast vergessene Tradition wurde wiederbelebt und die Ausführungen in diesem Buch sind mit viel Liebe und mit noch mehr Inspiration verfasst. In dieser Lektüre wird man vergeblich ein Sachbuch suchen das mit Infos zum Dörren und Trocknen bis zum Bersten gefüllt ist. Zwar sind die Angaben durchaus ausreichend, doch wurde hier vermieden zu sehr in die Tiefe zu gehen. Zu meinem Wohlwollen hat sich die Autorin nicht zu sehr in Details einzelner Lebensmittel verfangen.
Auf jedem Fall werde ich meine Chilifäden zukünftig selber fertigen und die Anregungen für Extra-Dry Tütensuppen habe ich mir schon ins Selbermachenweihnachtsprogram geschrieben.
Mit Hilfe von Frau Hans kann ich jetzt bunte Fische backen und mit ganzen Händen ins Dip.
Für die nächsten gefärbten Nudeln wartet das Rote Betepulver schon in der Pipeline.
Im kommenden Experiment werde ich Tomatenkörner trocknen und dann zu Tomatenpulver fein mahlen. Ich bin so gespannt ob es was wird, aber Frau Sabine Hans sende ich schon jetzt meine herzlichen Dank-Grüße, toll wie sie durch dieses Buch meinen Ideenreichtum angefochten hat.

Das sagt der Verlag zum Buch:
Knusprige Rote-Bete-Chips, fruchtige Mangostreifen, würziges Karottenpulver: Schnell und einfach an der Sonne, im Backofen, auf der Heizung oder im Dörrapparat getrocknet, sind Obst und Gemüse, Pilze oder Kräuter nicht nur lange haltbar, sondern auch ein intensiver Genuss. Ob als gesunder Snack, gemahlen als Würzpulver oder als köstliche Zutat für Gerichte von Suppen bis Desserts.

Die Autorin Sabine Hans ist Fotografin in Hamburg und leidenschaftliche Hobbyköchin, die gerne experimentiert

EXTRA DRY
Trocknen & dörren · kochen & genießen
Sabine Hans
160 Seiten im laminierten Pappband
286 x 221 x 18 mm (LxBxH)
ISBN: 978-3-440-13443-6
Art.-Nr.: 13443
Zum Preis von 19,99 €
Kosmos-Verlag
 

Kommentare:

  1. Das sind ja schöne Aussichten auf kommende Köstlichkeiten ;)
    Ich Liebäugele ja schon länger mit so einem Automaten, ich glaube ich kauf mir mal einen.
    Das rote Beetepulver ist super Klasse um frische Nudel herzustellen. Übrigens macht meine Freundin auch Spinat, Bärlauch und Kräuter in den Automaten um ihre Nudeln und Salz damit aufzupeppen.

    Ich habe auch ein tolles Buch das sich mit diesem Thema beschäftigt.

    Liebe Grüße Kerstin

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  2. AH! Das Buch habe ich auch. Deshalb hatte ich zum Beispiel extra Erdbeeren getrockent (für die Crème brûlée), worauf sie mir leider verbrannt sind (lag am Rezept). Aber es hat SUPER Anregungen drinne. Deine Anregung zum trocknen von Rote Bete für Pasta nehme ich direkt mit. Merci :)

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  3. Danke für den Buch-Tipp, ist gleich auf meinem Wunschzettel gelandet. Wir haben einen Dörrautomaten und Du erinnerst mich daran, ihn mal wieder zu verwenden.

    Bei der Menge Äpfeln, die es dieses Jahr gibt, werde ich definitiv Apfelchips machen. Spannend, was sonst alles geht!

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  4. Ich hab dieses Buch auch und den Dörrautomaten hab ich ja sowieso.......der läuft bei mir dauernd......ich hab mal die Apfelmatte gedörrt und sie mit grünem Reis Eis gefüllt.....klasse
    http://martinaskochkueche.blogspot.de/2010/11/grunes-reis-eis-im-apfelblatt.html

    LG
    Martina

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  5. @Kerstin, einen Dörrautomaten kann ich wirklich nur empfehlen, es macht so viel Spaß mit Lebensmitteln "zu spielen"

    @Salzkörnchen, die Rezepte die ich bisher ausprobiert habe waren okay. Auf die Nudeln bin ich auch gespannt.

    @Barbara, Apfelringe liegen hier auch schon bereit und zwar für ein Apfelbrot, das Rezept steht auch im Buch :-)

    @Martina, die Obstmatten haben mich auch schon angelacht und das Eis ja sowieso :-)

    an alle liebe Grüße
    aussem Büdchen
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  6. Halli Hallo, eine Frage: Kann man den Dörrautomaten auch für frisch gesammelt Pilze verwenden? Im Moment trockne ich diese in dünnen Scheiben geschnitten auf Holzbrettchen, was natürlich einige Tage dauert.

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    1. Hallo Marco,
      ja natürlich, ich trockne darin immer unsere Steinpilze, das ist genial. Anschließend in Zellophantüten verpacken.
      LG
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Ich weiß dass meine Stammleser und Blogschreiber diese Meinung mit mir teilen und vollstes Verständnis haben.
Gegenüber Mitmenschen die meinen sich an diese Regel nicht halten zu müssen, behalte ich mir rechtliche Schritte vor.